Die Brauerei wurde 1817 durch den damals 33-jährigen Brauer und
Gutsbesitzer Johann Peter Wallenborn, dessen Vater bereits als Brauer
tätig war, „vor dem Schaakentore“ in Bitburg in der Eifel gegründet. Er braute obergäriges
Bier. Nach Wallenborns Tod 1839 übernahm seine Frau Anna Katharina die
Geschäftsführung. 1842 heiratete die Tochter Elisabeth des Paares den Kyllburger
Brauer Ludwig Bertrand Simon, der auch den Betrieb als handwerklich
ausgerichtete Brauerei mit eigenem Ausschank weiterführte. Sieben Jahre
später, 1847, wurde Sohn Theobald (gestorben 1924) geboren, dessen Name
noch heute in der Betriebsbezeichnung geführt wird. Theobald Simon wurde
1876 Alleininhaber des Betriebes. Unter seiner Leitung wurde der
Betrieb grundlegend erweitert und modernisiert, unter anderem durch Bau
neuer Gär- und Lagerkeller, eines neuen Sudhauses, Einsatz von
Kältemaschinen oder etwa der 1909 erfolgten Niederbringung eines eigenen
Tiefbrunnens. Die Brauerei erweiterte dabei ihr Absatzgebiet über die
Region hinaus und begann auch mit dem Export.
Die Brauerei stellte ein Bier nach Pilsner Brauart
erstmals 1883 her. Ein Urteil des Reichsgerichts 1913 erlaubte es der
Brauerei das Pils unter der Bezeichnung
"Original-Simonbräu-Deutsch-Pilsener" anzubieten. Pilsener Brauereien
hat hiegegen geklagt, da sie in der Bezeichnung Pils eine
Herkunftsbezeichnung sahen. Durch das Urteil des Reichsgerichts wurde
der Begriff Pils in Deutschland als Sortenbezeichnung zulässig. Ihren Werbeslogan „Bitte ein Bit“ verwandte das Unternehmen erstmals am 6. Oktober 1951 auf der Anuga in Köln.
Der Slogan enthält noch heute wesentliche Elemente der Handschrift des
damaligen Geschäftsführers Theobald Simon. Im Jubiläumsjahr 1967 betrug
die Jahresproduktion über 400.000 Hektoliter, 1973 waren es über eine
Million, 2008 insgesamt 3,9 Millionen Hektoliter.
Ende der 1980er Jahre übernahm man die Schultheis-Brauerei in Weissenthurm und die dazugehörende Coblenzer Closterbrauerei in Koblenz-Metternich.
Beide Betriebe wurden noch einige Zeit weitergeführt und dann
aufgegeben. Einzig die Marke Kandi-Malz der Schultheis-Brauerei hat bis
heute überlebt.
Die Brauerei ist in Bitburg an den Standorten Bitburg-Nord (ehem. Braustätte, heute Verwaltung) und Bitburg-Süd
(Braustätte) mit insgesamt etwa 232.000 m² Fläche, sowie fünf eigene
Brunnen mit einer Tiefe bis zu 300 Metern und einer Gesamtkapazität bis
zu 800 m³ pro Stunde tätig.
Im Januar 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen die
Bitburger-Brauerei und drei weitere Brauereien wegen Preisabsprachen für
Fass- und Flaschenbiere in einem Bierkartell von 2006 bis 2008 eine Strafzahlung von 106,5 Millionen Euro.
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